Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Benachteiligungen wegen Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Dies gilt auch für Arbeitszeugnisse.
Typische Verstöße
Geschlechtsspezifische Formulierungen, die über die grammatikalisch korrekte Anrede hinausgehen (z. B. „als Mutter von zwei Kindern").
Hinweise auf Alter („trotz ihres Alters", „junge, dynamische Kollegin").
Nationalitäts- oder Herkunftshinweise („integrative Haltung", „gute Deutschkenntnisse" ohne fachlichen Bezug).
Religiöse oder weltanschauliche Merkmale, sofern sie nicht beruflich relevant sind.
Fairness-Check in Zeugnispilot
Vor dem Export prüft Zeugnis den Text auf potenziell diskriminierende Formulierungen — unabhängig von der gewählten Note.
Im Zweifel: sachlich und neutral formulieren. Leistung und Verhalten bewerten, keine Personeneigenschaften, die durch das AGG geschützt sind.