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Zeugnissprache und Geheimcodes erkennen

„Stets bemüht" klingt positiv, bedeutet aber in der Praxis eine schlechte Note. Die häufigsten verschlüsselten Bewertungen — und wie man sie vermeidet.

Das Arbeitszeugnis folgt einer etablierten Sprachkonvention: Formulierungen klingen wohlwollend, transportieren aber eine klare Bewertung. Gerichte und Fachliteratur haben über Jahrzehnte eine „Geheimcode"-Skala herausgebildet, die Personalabteilungen und Bewerber gleichermaßen kennen sollten.

Das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass Zeugnisse wahrheitsgemäß und wohlwollend formuliert sind. Verschleierte Abwertungen verstoßen gegen diese Pflicht — sie sind rechtlich angreifbar.

Häufige Geheimcodes

„Stets bemüht" — klingt positiv, bedeutet aber: Bemühen ohne Erfolg (Note 5).

„Mit Interesse bei der Sache" — suggeriert mangelnden Erfolg trotz Engagement.

„Verständnis für die Aufgaben" — deutet auf fehlende praktische Umsetzung hin.

„Im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit" — schwächt die Aussage deutlich ab (Note 5).

„Trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei" — wird oft als versteckter Hinweis auf Alkoholkonsum oder Geselligkeit gelesen.

Praxis für HR

Verwenden Sie die etablierten Zufriedenheitsfloskeln der Notenskala — sie sind gerichtlich anerkannt und für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Zeugnispilot prüft automatisch auf bekannte Geheimcodes und warnt vor Formulierungen, die mit der gewählten Note nicht zusammenpassen.

Zeugnispilot in der Praxis anwenden

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